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Strafrecht

| Szenarien |

Bei Strafrecht geht es darum, was der Staat macht, wenn jemand etwas Verbotenes tut. Eine Möglichkeit ist, Leute, die etwas Verbotenes getan haben, zu bestrafen. Es gibt viele verschiedene Strafen. Eine sehr schwere Strafe ist es, jemanden ins Gefängnis zu schicken. Oft muss jemand auch zur Strafe dafür, dass er etwas Verbotenes getan hat, Geld bezahlen. Heute gibt es viel mehr Sachen, die verboten sind und für die es Strafen gibt, als früher. Zum Beispiel ist es jetzt unter Strafe verboten im Auto die Anzeige zu verändern, die sagt, wie viele Kilometer weit das Auto schon gefahren ist. Manche Menschen machen das, weil sie ihr Auto besser verkaufen können, wenn es so aussieht, als ob es noch nicht so weit gefahren ist. Wer das jetzt noch macht, kann dafür bestraft werden.

Die Polizei sucht Verdächtige

Um herauszufinden, wer etwas Verbotenes tut hat der Staat die Polizei. Die Polizei darf vieles, was sonst niemand darf. Zum Beispiel darf sie heimlich Telefongespräche mithören. Manchmal darf sie sogar heimlich lesen, was jemand auf seinem Computer speichert. Und die Polizei darf auch kontrollieren, wohin jemand mit seinem Auto fährt. Wenn die Polizei denkt, dass jemand etwas Verbotenes tut, darf sie auch gucken, wie viel Geld jemand auf seinem Konto hat und was er damit macht.

Was tun, wenn die Polizei kommt?

Das alles hilft aber wahrscheinlich nicht, dass es weniger Verbrechen gibt. Wenn man von der Polizei verdächtigt wird, etwas Verbotenes getan zu haben, sollte man ganz schnell einen Rechtsanwalt um Hilfe bitten. Einen Rechtsanwalt um Hilfe zu bitten ist auch wichtig, wenn man nichts getan hat und die Polizei einen zu Unrecht verdächtigt. Ein Rechtsanwalt kann helfen, dass die Polizei ihren Irrtum schnell einsieht. Aber auch wenn man wirklich etwas Verbotenes getan hat, ist es wichtig schnell einen Rechtsanwalt um Hilfe zu bitten. Der Rechtsanwalt kann einem dann sofort Ratschläge geben. Es ist ganz wichtig keinen Fehler zu machen. Später kann man solche Fehler meistens nur noch schwer berichtigen.

Ein Rechtsanwalt für Opfer von Straftaten

Ich helfe als Rechtsanwalt Menschen, die von der Polizei verdächtigt werden. Ich helfe aber auch Menschen, die Opfer von Straftaten geworden sind. Auch wenn man überfallen oder geschlagen worden ist, muss man sich genau überlegen, was man macht. Manchmal ist es wichtig zur Polizei zu gehen. Aber manchmal ist es auch gut, nicht zur Polizei zu gehen.

Wer gesehen hat, dass jemand anderes etwas Verbotenes getan hat, ist Zeuge. Wer erlebt hat, dass ihm jemand anderes etwas Verbotenes angetan hat, wird Geschädigter genannt. Auch ein Geschädigter muss vor Gericht als Zeuge aussagen. Das kann sehr anstrengend sein. Besonders anstrengend ist es, wenn man zum Beispiel vor dem Täter Angst hat oder wenn das, was der Täter einem angetan hat sehr schlimm war. Auch in so einem Fall kann ein Anwalt oft helfen. Außerdem können Geschädigte eines Verbrechens oft Nebenkläger sein. Dann können sie besser bestimmen, wie die Gerichtsverhandlung abläuft. Die Geschädigten oder ihr Anwalt können dann auch selber Fragen an andere Zeugen stellen. Sie können auch Frage an den stellen, der Ihnen etwas angetan hat.

Besonders gut ist es, Nebenkläger zu sein, wenn der, der Ihnen etwas angetan hat, sonst über sie bestimmen kann, weil er Arzt ist oder Pfleger.

Manchmal schlägt das Gericht oder die Staatsanwaltschaft vor, dass sich Täter und Geschädigter wieder vertragen sollen. Das nennt man Täter-Opfer-Ausgleich. Bei einem Täter-Opfer-Ausgleich muss sich der Täter entschuldigen und vielleicht noch etwas Gutes tun, zum Beispiel den Schaden wieder gutmachen. Aber manchmal ist das für die Geschädigten gar nicht das Richtige. Wenn Gericht oder Staatsanwalt vorschlagen, einen Täter-Opfer-Ausgleich zu machen sage ich Ihnen, was das für Folgen haben kann.

Mehr Hilfe für Geschädigte von Straftaten

Wenn sie von jemand anderem sehr verletzt worden sind, können Sie vielleicht auch Geld als Hilfe bekommen. Dafür gibt es ein Gesetz. Dieses Gesetz heißt "Opferentschädigungsgesetz". Manchmal können Opfer von Straftaten auch Geld vom Täter bekommen. Wie Sie das machen, kann ich Ihnen dann als Rechtsanwalt erklären. Weil ich Erfahrungen im Behindertenrecht habe, kann ich Ihnen auch helfen, wenn Sie nach einer Straftat ins Krankenhaus müssen oder Pflege benötigen und niemand dafür Geld bezahlen will.

Schwerpunkt sexueller Missbrauch

Als Zeugenbeistand und in Nebenklagedelikten bin ich vor allem tätig, wenn es um Verstöße gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen geht. Ich vertrete aber auch andere durch Gewaltdelikte geschädigte Menschen.

Schwerpunkt Strafrecht in Europa

Strafrecht gibt es nicht nur in Deutschland. Firmen haben auch viel mit Europa zu tun oder mit anderen Ländern. Manchmal bekommen sie dann auch Probleme mit Verboten, weil etwas in einem Land erlaubt ist und in einem anderen Land verboten. So etwas interessiert mich besonders. Ich kenne mich auch gut mit Gesetzen aus, die es von der Europäischen Union gibt oder die sogar für die ganze Welt gelten. Gesetze, die für die ganze Welt gelten sind zum Beispiel Gesetze, die im Krieg gelten und die verbieten Menschen zu quälen.

Schwerpunkt Strafrecht für Zeitungen und Fernsehen

Bevor ich Rechtsanwalt wurde, habe ich sehr lange als Journalist gearbeitet. Ein Journalist schreibt Artikel für Zeitungen. Oder er dreht Filme fürs Fernsehen. Oder macht Sendungen für den Hörfunk. Weil ich selbst so lange Journalist war, kenne ich mich auch gut mit Gesetzen aus, die Journalisten etwas verbieten. Die Gesetze, die Journalisten etwas verbieten und möglich machen, dass sie bestraft werden, nennt man "Medienstrafrecht".
Medienstrafrecht hat auch mit dem Internet zu tun. Bei Medienstrafrecht geht es zum Beispiel darum, dass der Staat Journalisten bestrafen will, wenn sie etwas Geheimes in ihre Zeitung geschrieben haben. Dabei ist es die Aufgabe von Journalisten, möglichst viel zu wissen und allen Menschen zu sagen, was sie herausgefunden haben.

Anmerkungen

Ein Staatsanwalt ist ein Jurist. Staatsanwälte arbeiten für den Staat. Sie sagen der Polizei, was sie versuchen soll herauszufinden. Wenn die Polizei mit ihrer Arbeit fertig ist, entscheiden Staatsanwälte, was passieren soll. Wenn sie jemanden anklagen gibt es fast immer eine Gerichtsverhandlung. Wenn sie denken, dass der verdächtige Mensch es vielleicht doch nichts Verbotenes getan hat, schreiben sie keine Anklage. Man sagt dann: Die Staatsanwaltschaft "stellt das Verfahren ein." Dann gibt es keine Gerichtsverhandlung und keine Strafe.

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In der Europäischen Union sind mittlerweile 25 Staaten Mitglied. In diesen 25 Staaten leben mehr als 450 Millionen Menschen. Die Europäische Union ist also größer als die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Staaten in der Europäischen Union haben sich in Verträgen darauf geeinigt, dass sie vieles gemeinsam machen wollen. Zum Beispiel beraten sie gemeinsam manche Strafgesetze. Und sie haben eine Europäische Polizei. Diese Europäische Polizei heißt "Europol". Es gibt aber auch noch viele Gesetze, die jeder Staat für sich beschließt. Und jeder Staat hat trotzdem eine eigene Regierung.

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